Liederkranz Eintracht Hellershof zeichnet beim Familienabend verdiente Sänger aus Hellershof.
Von Hans Georg Frank
Beim Familienabend des Gesangvereins Hellershof werde der Takt vorgegeben für das neue Jahr, erklärte die Vorsitzende Katja Frank. Dies geschehe „mit Musik im Herzen, entspannt, wertschätzend und mit viel Freude an der Gemeinschaft“, sagte die Chefin des Liederkranzes in der Gaststätte Hagerwaldsee. Für die „Eintracht“-Familie beginnt das Jahr nicht nur mit einem gemeinsamen Essen, fester Bestandteil des Treffens sind auch die Auszeichnungen verdienter Sänger.
Als „besondere Ehrung“ bezeichnete Katja Frank die Würdigung der Verdienste von Wolfgang Ziegele (71), der im Verein seit 40 Jahren aktiv ist, mit Urkunde und silberner Ehrennadel des Schwäbischen Chorverbands und mit der goldenen Vereinsnadel. Er sei nicht nur „ein Felsen in der Tenor-Wand“, sondern „Vereinswirt, Getränke-Garant und gute Seele des Proberaums“. Neben tausenden Proben und unzähligen Auftritten in vier Jahrzenten mit Herzblut und Durchhaltevermögen gingen auf sein Konto auch die Beschaffungen des Nachschubs, „dass wir während und nach der Probe nicht verdursten“.

Ehrung beim Gesangverein Hellershof (von links): Vorsitzende Katja Frank, ausgezeichneter
Sänger Wolfgang Ziegele, Kassenwart Christopher Macchini (es fehlt Bernd Weller).
Foto: Liederkranz
Wolfgang Ziegele sei 1986 vor der Alternative Fußball oder Chorgesang gestanden: „Eine Entscheidung, die unserem Chor bis heute guttut!“ Der 2. Tenor folgte damit seinem Vater Albert, der seit den 1950er Jahren zu den Stützen der „Eintracht“ gehörte und diese zeitweise auch führte.
Auf ein Vierteljahrhundert ununterbrochenen Chorgesang kann Bernd Weller (58) zurückblicken. „BeWe“, wie der Allrounder in der Szene genannt wird, sei für jeden Spaß zu haben, „spontan bis zur letzten Sekunde und dabei musikalisch absolut zuverlässig“, lobte Katja Frank. Bei der Jahresfeier glänze er als Entertainer, Stimmungsmacher, grandioser Solist. Als 1. Bass sei er „verlässliches Fundament, das trägt und Sicherheit gibt“. Ihre Wertschätzung fasste die Vorsitzende in einem Satz zusammen: „Ohne dich wäre unser Verein nicht derselbe.“
Fester Bestandteil der geselligen Zusammenkunft ist auch der Dank an die Sänger, die bei den Singstunden möglichst wenig gefehlt haben. Dies waren Wolfgang Hänle, Wolfgang Ziegele, Thomas Jann, Herwig Weinhardt, Robert Knödler, Günther Frank und Hartmut Schurr. Natürlich war auch die Chorleiterin Gabriele Schnattinger immer mit von der Partie, wofür sie ein Weinpräsent erhielt.
Bei dem gemütlichen Treffen werden aktive und passive Mitglieder vor allem auf den Höhepunkt des Jahres eingeschworen. Wenn am Wochenende nach Ostern die doppelte Jahresfeier steigt, muss eine Hundertschaft an Helfern zupacken. Das Fest in der Gschwender Gemeindehalle, für das bereits fleißig geprobt wird, steht diesmal unter dem Motto „Heimatklänge & Schlagerbeats – Gute Laune garantiert!“